
Du willst nicht den ganzen Tag im Büro sitzen, sondern lieber anpacken und dafür sorgen, dass neue Straßen, Einfahrten, Terrassen und Wege entstehen? Als Straßenbauerin oder Straßenbauer arbeitest du draußen, bewegst Maschinen, versetzt Steine – und siehst am Ende ganz genau, was du geschaffen hast.
Straßenbauerinnen und Straßenbauer werden überall gebraucht – und was du schaffst, ist dauerhaft sichtbar. „Wenn ich heute an einem gepflasterten Weg vorbeikomme, den ich vor Jahren gebaut habe, dann macht mich das stolz."
Vom Azubi zum Bauleiter
Christian Czesky hat 2014 seine Ausbildung bei der LKS Tiefbau KG in Schönau am Königssee absolviert, heute ist er als Bauleiter für ganze Baustellen verantwortlich. Was seinen Beruf so spannend macht? „Jede Baustelle bringt neue Herausforderungen mit sich – zum Beispiel, weil das Gelände immer unterschiedlich ist oder Baumaschinen nicht überall hinkommen“, sagt Christian Czesky.
Drei Wege, die zusammenführen
Die Ausbildung ist in drei Bereiche gegliedert: In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen, im Berufsbildungszentrum trainierst du deine praktischen Fähigkeiten. Die restliche Zeit verbringst du direkt im Betrieb bzw. auf verschiedenen Baustellen. Dort zeigst, du, was du kannst, und erfährst Schritt für Schritt, wie man pflastert, Randsteine und Mauern setzt, Baumaschinen bedient oder auch mal Rohrleitungen verlegst.
Im ersten Lehrjahr tastest du dich an die Grundlagen heran, mit wachsender Erfahrung übernimmst du mehr Verantwortung.
Ausbildung mit Aufstiegschancen
Für den Start brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss. Entscheidend sind aber vor allem Motivation, Verlässlichkeit und körperliche Belastbarkeit: Du bist bei Wind und Wetter draußen unterwegs, arbeitest im Team und musst manchmal auch richtig zupacken. Aber keine Sorge: Für schwere Arbeiten gibt es heute Hilfsmittel wie Hebegeräte, die deine Arbeit erleichtern.
Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen: Mit einer Zusatzprüfung kannst du deinen Realschulabschluss nachholen, mit dem Meistertitel erwirbst du sogar das Fachabitur. Wer das (Fach-)Abitur bereits mitbringt, kann parallel zur Ausbildung ein duales Studium absolvieren – zum Beispiel Bauingenieurwesen.