
Werkzeugmechanikerinnen und Werkzeugmechaniker sind die echten Profis hinter den Maschinen, die unsere Welt bewegen. Sie bauen die Werkzeuge, ohne die viele Produkte gar nicht hergestellt werden könnten – von Gieß- und Spritzgussformen über Stanzwerkzeuge bis hin zu Vorrichtungen für den Maschinenbau. Sogar feinmechanische oder chirurgische Instrumente werden von ihnen gefertigt. Du siehst also: Wer diesen Beruf wählt, ist Teil der Hightech-Welt und sorgt dafür, dass Autos, Handys, medizinische Geräte und viele andere Produkte passgenau entstehen.
Ich wollte schon immer handwerklich arbeiten. An meiner Tätigkeit als Werkzeugmechaniker reizt mich besonders die Präzisionsarbeit. Ich finde es auch faszinierend, wenn man dann am Ende sieht, was herausgekommen ist bei dem, was man am Computer gemacht hat.
Dass der Job alles andere als langweilig ist, kann auch Felix bestätigen. Der 19-Jährige ist Auszubildender im vierten Lehrjahr bei der Firma Franz Moderegger GmbH in Bischofswiesen, die sich auf Kunststoffspritzguss und Formenbau spezialisiert hat.
Mit Dreh-, Fräs-, Schleif- und Bohrmaschinen stellst du als Werkzeugmechaniker einzelne Werkstücke her – und das genau nach den Maßen, die technische Zeichnungen vorgeben. Einzelteile werden zu komplexen Werkzeugen zusammengebaut, in Produktionsmaschinen eingebaut, getestet und auf Herz und Nieren geprüft. Du programmierst oft CNC-gesteuerte Maschinen selbst, führst Probeläufe durch und überprüfst, ob alles einwandfrei funktioniert. Außerdem gehört die Wartung und Instandhaltung von Werkzeugen und Maschinen zu deinen Aufgaben, damit Produktion zuverlässig läuft. „Der Wechsel von Theorie und Praxis ist wichtig. Bei uns zerlegen und säubern die Azubis die Werkzeuge dann auch mal, um ein Gefühl dafür zu bekommen“, sagt Anton Hofreiter, der Ausbilder von Felix.
„Wer sich für eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker interessiert, sollte in jedem Fall handwerkliche Fähigkeiten mitbringen“, so Hofreiter. „Außerdem ist Teamfähigkeit wichtig, da man jeden Tag mit denselben Menschen zusammenarbeitet. Technisches Interesse, Genauigkeit und Ruhe beim Arbeiten sind ebenfalls von Vorteil.“
Werkzeugmechanikerinnen und -mechaniker arbeiten hauptsächlich in Werkstätten und Produktionshallen von metall- oder kunststoffverarbeitenden Betrieben, in Werkzeugbaubetrieben oder bei Herstellern feinmechanischer und medizintechnischer Geräte. Jeder Arbeitstag ist ein bisschen anders, und du siehst sofort, was du geschaffen hast – ein echter Motivations-Booster für alle, die gern anpacken und Ergebnisse sehen wollen.
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual aufgebaut: Du lernst sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis starten aber die meisten mit einem mittleren Bildungsabschluss. „Man kann die Ausbildung mit einem Gesamtschul-Abschluss machen, von Vorteil ist jedoch ein Realschul-Abschluss, da die Berufsschule manchmal schon anspruchsvoll ist, vor allem im Fach Mathematik“, sagt Ausbilder Hofreiter. Dass die Berufsschule bei diesem Ausbildungsberuf nicht langweilig ist, kann auch Felix bestätigen.
Wer in diesem Beruf erfolgreich sein will, braucht vor allem Sorgfalt und ein gutes Auge für Details. Präzision ist das A und O – schließlich müssen die Werkzeuge exakt passen, sonst funktioniert die Maschine nicht. Technisches Verständnis, Mathematik, Physik und Informatik helfen dir, Maschinenwerte zu berechnen, Abläufe zu planen und CNC-Maschinen zu programmieren. Außerdem solltest du verantwortungsbewusst sein, denn gerade bei modernen Maschinen und digitalen Systemen kommt es auf Genauigkeit und Sicherheit an.
Insgesamt ist der Beruf ideal für alle, die Technik lieben, gern tüfteln, Maschinen steuern und Ergebnisse schaffen möchten, die man sehen und anfassen kann. Wer Lust auf einen spannenden, abwechslungsreichen Beruf hat, bei dem Hightech und Handwerk Hand in Hand gehen, ist bei der Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin oder zum Werkzeugmechaniker genau richtig. Hier wird aus Präzision, Kreativität und technischem Know-how ein Job, der alles andere als langweilig ist – Hightech, Action und sichtbare Ergebnisse inklusive.
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