Berfin arbeitet

Blutdruck messen, das Sprechzimmer vorbereiten, am Empfang die Ruhe bewahren: Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und Medizin spannend findest, könnte der Beruf des bzw. der medizinischen Fachangestellten (MFA) genau zu dir passen.

„Alles zwischen Medizin und Bürokratie.“

Berfin Karaca

Zwischen Pflaster, Praxis und Paragraphen

In deiner Ausbildung bist du in ganz unterschiedlichen Bereichen im Einsatz: mal im Sprechzimmer beim Verbandswechsel, mal schreibst du ein EKG oder misst den Blutdruck – und in der nächsten Minute kümmerst du dich am Empfang um die Patientenaufnahme. „Ich bin die rechte Hand des Arztes. Es wird nie langweilig“, erzählt Berfin, Auszubildende beim Salus Gesundheitszentrum in Bad Reichenhall.

Im ersten Jahr verbringst du zwei Tage pro Woche an der Berufsschule in Traunstein, später nur noch einen Tag. Dort lernst du, wie der menschliche Körper funktioniert, wie Laborwerte ausgewertet werden, was man bei der Abrechnung beachten muss und worauf es beim Datenschutz ankommt. Oder, wie Berfin es auf den Punkt bringt: „Alles zwischen Medizin und Bürokratie.“

Für alle, die mitdenken und mitfühlen können

Für die Ausbildung ist es von Vorteil, wenn du einen Realschulabschluss mitbringst. Wichtig sind jedoch vor allem starke Nerven und ein großes Herz. Außerdem solltest du gut organisieren können, gerne mit Menschen sprechen und auch bei Begriffen wie „Blutabnahme“ nicht gleich umkippen. „Man muss freundlich bleiben – auch wenn jemand zum vierten Mal fragt, wann sein Termin ist“, meint Berfin schmunzelnd. Wer gerne hilft, neugierig ist und multitasken kann wie ein Profi, ist hier genau richtig.

Ein Beruf mit echtem Sinn

„Ich darf Menschen helfen, bin erste Ansprechpartnerin, erlebe echte Geschichten – mal lacht man mit den Patienten, mal hört man einfach nur zu“, erzählt Berfin. Klar, der Alltag kann stressig sein. Aber das Gefühl, wirklich etwas bewirkt zu haben, bleibt: „Man geht selten mit dem Gedanken nach Hause, dass der Tag umsonst war.“